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Babesiose                       Übertragung Zeckenbiß

Das Zeckenfieber herrscht zwar hauptsächlich in südlichen Ländern vor, dringt aber nun auch nach Mitteleuropa vor. Überträger (Vektor) ist die braune Hundezecke (Rhipicephalus), die auch in unseren Breiten heimisch ist.

Bei der Babesiose handelt es sich um einen Parasiten, der die roten Blutkörperchen befällt, fortschreitende Blutarmut ist die Folge. Die infizierten Tiere "bewirten" die Babesien und leben ohne erkennbare Symptome bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Immunsystem geschwächt wird.

Das chronisch verlaufende Krankheitsbild des Zeckenfiebers wird nur bei einem geringen Anteil der infizierten Tiere beobachtet, die meisten Hunde entwickeln eine unvollständige Immunität gegenüber den Babesien, so dass die Infektion ohne klinische Symptome verläuft, bis durch eine Stresssituation ein Einbruch der Abwehr auftritt und die Krankheit ausgelöst wird. Die Sporozoiten (Vorstufen) der Babesien schlummern in den Speicheldrüsen der Zecke. Durch Blutaufnahme reifen sie innerhalb von 36 bis 48 Stunden heran. Danach wird der Speichel infektiös.

Die akute Phase verläuft ein bis zwei Tage nach Kontakt mit dem Vektor oft unauffällig, ab dem vierten Tag kommt es zu milden klinischen Symptomen, an die sich ab dem zehnten Tag deutliche Anzeichen anschliessen wie eine durch Zerstörung der roten Blutkörperchen verursachte Anämie (Blutarmut), Fieber, Lethagie (Antriebsarmut), Anorexie (Appetitlosigkeit) und die Erhöhung der ausgeschiedenen Gallensalze im Urin. Und dies führt zu einer dunkelgelben bis rotbraunen Färbung des ausgeschiedenen Harns. Das lymphatische Gewebe ist deutlich reaktiv mit geschwollener Milz und vergrösserten Lymphknoten.

Die Babesiose wird häufig von einer Ehrlichiose begleitet. Beim Blutausstrich sind Babesien in den roten Blutzellen sichtbar.

Medikamente wirken nur, wenn noch nicht zu viele rote Blutkörperchen zerstört worden sind.

 

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