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Staupe Die Staupe tritt immer mal in verschiedenen Gebieten auf. Wildtiere werden als Reservoir gesehen - insbesondere Marder und Füchse, die verstärkt Einzug in die Grünzonen der Städte genommen haben. Marder sind häufig Träger von Staupeviren und können selbst schwer erkranken. Eine mangelhafte Impfmoral der Tierhalter kann ebenso zu erneuten Ausbrüchen beitragen. Die Staupe kann akut, subaktut oder chronisch verlaufen, wobei im Verlauf der Erkrankung oft die eine Form in die andere übergeht. Ein infizierter Hund scheidet mit sämtlichen Sekreten und Exkreten das Virus aus, welches anschließend von einem anderen Tier oral oder aerogen aufgenommen wird (Tröpfcheninfektion), so daß es in das lymphatische Gewebe des Waldeyer'schen Rachenringes oder der Bronchiallymphknoten gelangt, in denen es sich vermehrt. Nach einer Woche der Ansteckung treten in der Regel die ersten Krankheitsanzeichen auf. Hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und wäßrig-klarer Augen- und Nasenausfluß, der im weiteren Verlauf der Erkrankung zähflüssig wird. Dieser Ausfluß ist im höchsten Maße ansteckend. Es können auch Erbrechen, Durchfall und rasche Abmagerung auftreten. Je nach Individuum, Alter, Immunkompetenz, Virulenz des Erregers und der Art der Sekundärerreger hängt die Ausprägung der Symptome ab. Besonders gefürchtet ist die nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren. Die nervöse Form endet jedoch immer tödlich. |
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