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Ist es richtig, mit Gebiss zu reiten?

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse von Prof. Cook

Prof. Dr. Robert Cook von der Tufts University, Massachusetts, internationaler Wissenschaftler, erforschte bei mehr als 100 Pferden die Vorgänge mit und ohne Gebiss im Maul, Maulhöhle, Kehlkopf und in der Luftröhre und das in allen Disziplinen des Reitsports u.a. bei der Dressur und bei Pferderennen.
Er räumt klar und deutlich mit der Behauptung auf: "Pferde müssen auf das Gebiss kauen, Schaum entwickeln und mit dem Unterkiefer nachgeben." Genau das Gegenteil ist seiner Meinung nach richtig: "Pferde sollen, wenn sie arbeiten, ein relativ trockenes Maul haben. Es kann entweder laufen oder fressen. Beides gleichzeitig geht aus anatomischen Gründen nicht.
Ein Pferd kann nur durch die Nüstern atmen, nicht wie z.B. wir Menschen oder Hunde auch durch das Maul. Dabei verschließt das sog. Gaumensegel die Speiseröhre. Beim Abschlucken tritt genau das Gegenteil ein. Das Gaumensegel blockiert die Luftröhre, damit kein Futter eindringen kann und öffnet den Weg zum Schlund. Prof. Cook sagt, dass durch das Einlegen eines Gebisses instinktiv das Signal "Fressen" ausgelöst wird. Zusammen mit den Bewegungen von Zunge, Kiefer und Lippen fließt reflektorisch Speichel.
Viele Probleme werden durch Gebisse ausgelöst, die bis dahin nicht mit der Zäumung in Verbindung gebracht wurden:
 -  störende Reaktionen des Verdauungssystems während der Belastung
 -  atembeengende Genickwinkelung (bei Versammlung)
 -  kontraproduktive Bewegung von Zunge, Gaumensegel und Kehlkopf
 -  Luftröhrendeformation und Kehlkopfpfeifen
 -  Störungen der Koppelung von Atmung und Bewegung
 -  Störungen des Gleichgewichts
 -  entzündliche Atemwegserkrankungen
 -  Lungenerkrankungen bei Rennpferden

Mit diesem Wissen sind nun die Erkenntnisse des Prof. Cooks deutlich. Gebisslos gerittene und ausgebildete Pferde zeigen niemals Schaumbildung oder Speichelfluss beim Reiten, vergleichbar mit dem Verhalten in der Natur.

Schlussfolgerungen des Prof. Cook:
"Das Gebiss ist unvereinbar mit dem Tierschutz, physiologisch gesehen nicht anwendbar und eine Gefahr für die Gesundheit des Pferdes."  

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