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** R O B E R T O **

Galgo Espanol aus Südspanien

(Seine Geschichte wird erzählt von Heike seiner neuen Besitzerin)!

  Roberto    

Vielleicht kennt der eine oder andere mich noch? Meine Freundin Ginger und mich hat man in Malaga (Südspanien) an einem Baum aufgehängt. In letzter Minute konnten freiwilliger Helfer uns retten.
Im März 2005 bin ich über A:C:E Espana (vielen herzlichen Dank an Rita und alle Mitarbeiter in Malaga) in ein schönes Zuhause gekommen,

zu Heike             Heike               und Frank       Frank

 

Das ist mein bester Kumpel Chicco   Chicco

Die ersten paar Tage habe ich mich erst einmal ordentlich ausgeschlafen. Es waren noch einige Wunden zu versorgen. Einen Teil sieht man hier

noch auf diesem Bild.      

Mittlerweile sieht man von den vielen Wunden, Schwielen, kahlen Stellen und Abszessen an meinem Körper nichts mehr und Heike schwärmt immer, ich habe mich zu einem Prachtkerl entwickelt. Immer wenn uns andere Menschen beim Gassi gehen begegnen, bleiben sie stehen und ich höre sie sagen: Was für ein hübscher Kerl! Ich weis auch nicht, was die immer haben...

Naja, jedenfalls bin ich sehr viel selbstbewußter geworden. Das habe ich das erste Mal bewiesen, als ich Frank seine Fast Food Tüte mit den Chicken Mc Nuggets still und heimlich vom Tisch geklaut habe, als er sich etwas zu trinken holte. Ihr hättet mal sein überraschtes Gesicht sehen sollen.
Ich kann mich noch erinnern, das Heike am Anfang zwecks "Ratschlägen" mit Axel Roth telefoniert hatte und die Frage, ob ich so typisch "diebisch" wäre - verneint wurde....(hihihi).
Ich glaube Heike findet das ganz gut, denn Frank muss nun endlich den Küchentisch (Arbeitsfläche) aufräumen.
Ich habe auch meine panische Angst vor einem kleinen Teil der Männer verloren, vor allem vor Frank, er sieht ja auch wie ein Südländer aus. Mittlerweile liebe ich ihn ebenso wie Heike. Sie war von Anfang an meine beste Freundin. Beide waren sehr geduldig mit mir und zeigten mir ganz liebevoll, wie herrlich dieses Leben doch sein kann.

Bevor ich es vergesse, zu unserer Familie gehören ja auch noch die zwei Katzen, KATERCHEN  und MAUSI (schwarz).

  Mausi                                      Katerchen


Ich konnte nur schwer begreifen, das es sich hier nicht um zwei zukünftige Katzenbraten, sondern um vollwertige Familienmitglieder handelt.
Auch heute finde ich es noch sehr verlockend, vor allen Dingen, wenn sie herumlaufen, sie zu jagen. Aber mit Mausi  habe ich auch schon meine Erfahrung machen müssen. Wer hätte gedacht, das Katzen so fuchtig werden können. Seitdem lasse ich sie dann doch in Ruhe.

Aber ich bin nun Mal ein Galgo und das mit Leib und Seele und jagen ist das non plus ultra für mich.
Heike sagt immer, sie werde mich wohl draußen niemals von der Leine lassen können, verstehe ich gar nicht...wenn ich mich ein paar Tage oder Wochen im Wald ausgetobt hätte, würde ich vielleicht wieder nach Hause kommen. Ihr müßt nämlich wissen, dass ich Rehe über alles liebe. Man könnte sie so herrlich jagen. Hasen und andere Tiere finde ich nicht soooo interessant, aber Rehe - die haben es mir angetan. Von ihnen gibt es hier massig, oft auch in Gruppen, und wenn wir ihnen begegnen, könnte ich schier wahnsinnig werden. Heike hat dann alle Mühe mit mir.So manchen Salto in der Luft habe ich schon gemacht, so blitzschnell bin ich losgeprescht und Heike sagt immer, sie ist froh, dass mein Halsband so gut passt und so stabil ist.
Überhaupt liebe ich eher das etwas stürmische, bewölkte Wetter. Vor allen Dingen, wenn wir über die Sickinger Höhe laufen und die Wiesen und Kornfelder so hoch sind, das ich gerade darüber hinweg sehen kann. Jede Windböe im Gras lässt mich Rehohren vermuten.

Ist da vielleicht ein Reh??

Einmal waren wir zu später Stunde noch unterwegs. Heike hatte wohl bemerkt, das im Dunkeln irgendetwas unser Interesse geweckt hatte. Chicco schaut immer nur was es ist, aber ich....... ich habe binnen dem Bruchteil einer Sekunde zugeschnappt und "Es" freudig zu Heike getragen. Sie war völlig entsetzt, konnte es gar nicht verstehen, denn immerhin hatte ich ihr einen besonders grossen Igel gebracht. Sie schimpfte solange, bis ich ihn endlich los lies. Sofort kehrten wir um (hey, normal sind wir mit dem Gassi gehen nicht so schnell fertig) und wir mussten ins Haus. Heike schnappte sich die Taschenlampe (das sie nicht gleich den Notarzt gerufen hat, war alles) und fuhr mit dem Geländewagen noch einmal zu dem Igel und wollte sich vergewissern, ob er verletzt war. Du meine Güte, welche Aufregung! Heike, wofür hat denn ein Igel seine Stacheln und kugelt sich ein, wenn Gefahr lauert?  Na, um sich zu schützen. Aber sie hätte ihn tatsächlich in die Tierklinik gefahren. Es stellte sich aber heraus, das ihm nichts fehlte und er auch sehr schnell grunzend das Weite gesucht hatte. Heike sah sehr viel entspannter aus, als sie zurückkam.

Was ich überhaupt nicht mag und mich regelrecht in Panik versetzt, ist, wenn Jäger unterwegs sind und geschossen wird. Es kann noch so weit weg sein, ich habe dann wirklich panische Angst. Vielleicht war das der Grund, warum mich der Jäger in Malaga aufgehängt hat. Ich war einfach nicht "schussfest". Auch hasse ich Autos, die von hinten angefahren kommen. Heike weis mittlerweile aber sehr gut damit umzugehen und beruhigt mich immer.

Chicco sieht das jagen etwas gelassener, wenn wir auf den Feldern unterwegs sind, liest er lieber "Zeitung" Das machen wir aber dann auch gemeinsam.          

Auf unserem Grundstück (über 3500qm) groß ist das etwas anderes. Da hilft er mir manchmal beim Eichhörnchen suchen und verfolgen. Morgens, bei unserem ersten Gang nach draußen, schauen wir immer erst, was es Neues gibt.      

Heike trinkt während dessen ihren Kaffee (wenn sie nicht arbeiten muss). Dann sehen wir nach unserem Eichhörnchen. Natürlich habe ich es als erster gefunden! Leider ist das Grundstück komplett eingezäunt.

Aber hier kann man wunderbar rennen, toben und in der Sonne die Seele baumeln lassen...      

Zu dem Grundstück muss ich noch etwas sagen, nämlich das man es gut verteidigen muss. Stellt euch mal vor, da laufen doich tatsächlich manchmal andere Menschen aussen am Zaun vorbei. Die gilt es zu verscheuchen und da gebe ich mein Bestes. Von wegen Galgo bellen kaum, da habt ihr mich aber noch nicht gehört.

Ansonsten macht uns der rote Rasentraktor ziemlich viel Spaß. Stellt euch mal vor, Heike oder Frank sitzen auf dem Monstrum und haben nicht mal Angst vor ihm. Also wir (Chicco und ich) jagen ihn immer und ganz verrückt ist es, dass er das Gras auch noch ausspuckt. Ihr solltet mal sehen, wie wir nach solch einer Mähaktion aussehen.
Zur Belohnung hätten wir dann gerne etwas Leckeres.   

So, ihr Lieben, es gäbe noch soo viel zu erzählen! Wichtig ist, dass ihr wisst, dass ich richtig glücklich bin und hoffe, das andere geschundene Galgos/Greys und die ganzen anderen Tiere auch eine solche Chance bekommen. Mein Auftreten hier in der Gegend hat schon sehr viel Neugier und Interesse geweckt, über unser grausames Leben in Spanien oder Irland - auf der ganzen Welt, besonders aber über unsere Rasse. Vielleicht nutzt es ja etwas?

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit - liebe Grüße         Robby

 

PS: Heike...es reicht jetzt aml mit den Fotos.

Komm wir gehen jetzt rein, wir haben Hunger und danach wird erst mal ein Schläfchen gemacht und von den vielen Rehen geträumt....

                      


Später können wir wieder alles mögliche anstellen!

 

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